Colón
ist eine Provinz mit gleichnamiger Hauptstadt. Colón liegt in der Karibik. Dort befindet sich die Einfahrt in den Canal de Panamá vom Atlantischen Ozean aus. Die Stadt erscheint dem Besucher ziemlich herunter-gekommen und als habe sich seit der Kanalbauzeit nicht viel verändert. Der Lebensstandard ist niedrig und die Kriminalitätsrate hoch. Besuche in Colón sind ohne versierte Führer tabu und selbst dann noch riskant.
Die Freezone in Colón ist die älteste Freihandelszone der Welt und über 100 Jahre alt. Sie ist abgeschottet und bewaffnete Sicherheitskräfte kontrollieren bei Ein- und Ausfahrt. Ohne die Einladung eines dort residenten Unternehmens erhält der Besucher keinen Einlass. Kaufen kann man in der Freihandelszone eigentlich nichts. Warengeschäfte werden als Order abgewickelt, man kann jedoch viele Dinge dort besichtigen. Es gibt in der Freezone nicht einmal ein Restaurant. Der Kontrast des üppigen Warenangebotes in den Showrooms zur Armut der Stadt ist absolut drastisch. Jedoch bietet die Freezone vielen Leuten Brot und Arbeit.
Abseits der Stadt (ca 15 Km) befinden sich am Gatunsee Wohnsiedlungen aus der us-amerikanischen Besatzungszeit. Die Mehrzahl dieser Siedlungshäuser wurden von Immobilienfirmen zu schmucken Anwesen umgebaut und an Wohlhabende verkauft. Am Gatunsee selbst entstand aus den Besatzer-Anwesen ein schmuckes Hotel mit dem Namen "Melia". Die Umgebung ist ein Traum, aus welchem man wieder erwacht, wenn man die Preise des Hotels zahlen soll.
An der Karibikküste befindet sich die alte Befestigung Portobello, deren Ruinen Sie kostenlos besichtigen können. Die Befestigung diente den spanischen Eroberern zur Verteidigung gegen Piraten, die es auf die Gold- Silber- und Edelsteinschätze abgesehen hatten, die dort auf den Transport nach Europa lagerten.
Etwas weiter liegt die Isla Grande. Die Überfahrt mit dem Boot dauert etwa 20 Minuten. Die Fahrt dorthin ist wegen schlechter Straßen beschwerlich.