Die Hauptstadt Panama City (Ciudad de Panamá) ist eine ausdrucksstarke Metropole. Sie verknüpft die Eindrücke einer der gößten Baustellen, lateinamerikanische Lautstärke, Umweltsünden der Gegenwart und Vergangenheit, Armmut und Reichtum, Verfall und High Tech, Traditionelles, Futuristisches und Historisches zu einem Gesamteindruck. Panama City ist vom Regenwald umgeben. Der Regenwald bestimmt nicht nur das Klima der Stadt, er grenzt sie auch ein. Damit ist, ähnlich wie in Manhatten, eine Ausdehnung nur in die Höhe möglich.
Verkehrsmäßig ist Panama City eine Katastrophe. Die Verkehrsadern sind morgens, mittags und abends verstopft. Auch ständiges Hupen (eine der Lieblingsbeschäftigungen der Panameños) bringt keinen Schritt weiter. Die Emissionen der Fahrzeuge ergeben zusammen mit der Schwüle des Regenwaldes eine bedenkliche Mischung. Wirksame Gegenmaßnahmen scheitern am Geldbeutel der Einwohner.
Die Metropole besteht aus verschiedenen Abschnitten. Im nordöstlichen Bereich befindet sich der internationale Flughafen "Tocumen" und Panamá Viejo, ein Ausgrabungsbereich um die historische Stadt aus dem 15. Jahrhundert.
Die heutige Altstadt Casco Viejo, Santa Ana, San Felipe liegt auf der gegenüberliegenden Seite und wird durch die Einfahrt zum Panamakanal begrenzt. Dazwischen befindet sich die nach oben hin explodierende Hauptstadt. Zu erwähnen ist noch der "Causeway". Dies ist eine Promenade zu den direkt vor der Stadt gelegenen Inseln Isla Naos, Isla Perico und Isla Flamenco. Die Promenade liegt an der der Kanaleinfahrt. Sie wurde beim Bau des Panamakanals aus dem Aushub dort aufgeschüttet. Auf dem Causeway befinden sich viele kleine Läden, Bars, Restaurants, Yachthäfen, Event-Center und Fahradverleih. Zur Zeit entsteht auf dem Causeway Frank Gehrys Museum der Artenvielfalt. Fertigstellung voraussichtlich 2010.